Am Donnerstag, den 8.4. um 20.15 Uhr werde ich im SWR-Fernsehen in der Live-Sendung "Zur Sache, Baden-Württemberg" zu Gast sein. Man hat mir zugesichert, über LÖSUNGEN aus der Pflegekrise sprechen zu wollen und nicht über BETROFFENHEITEN, für die es angeblich keine Lösungen gibt, denn das halte ich für kontraproduktiv, es lässt den Zuschauer resigniert und ohnmächtig zurück. Bei solchen Formaten mag ich nicht mehr mitmachen. Es gibt tatsächlich Wege aus dem Tal der Tränen, die Politik muss sie einfach nur gehen wollen.
Ich verweise noch mal auf das "Modell Österreich" (siehe unten). Dort erhält, wer sich in der höchsten Pflegestufe befindet, 1.655,80 Euro ausbezahlt, weil davon ausgegangen wird, dass dieser Bedarf durch die Pflegesituation zwangsläufig gegeben ist. Dadurch findet natürlich eine enorme Entlastung der privaten Haushalte statt, denn dieses Geld kann ohne Auflagen und Vorgaben eingesetzt werden, um die Pflege sicherzustellen. Es gibt keinen Unterschied zwischen Pflegegeld und Pflegesachleistung. Diese Summe ist übrigens fast deckungsgleich mit unserer Forderung, bei Schwerstpflegebedürftigkeit das Pflegegeld an die Pflegesachleistungen anzugleichen.
Die Auswirkungen dieser Gesetzgebung sind verblüffend: In Österreich werden 17% aller Pflegebedürftigen in Heimen betreut, in Deutschland sind es 33%, also fast doppelt so viele. Wie lange wollen wir uns eigentlich noch gefallen lassen, dass unser Geld in Zukunfts- und Wirtschaftsmodelle investiert wird, die wir gar nicht haben wollen und viel zu teuer sind?
Mittwoch, 7. April 2010
Montag, 8. März 2010
Meine Meinung zur Pflegeauszeit
Meine Meinung zum aktuellen Vorschlag von Familienministerin Schröder zur Pflegeauszeit könnt Ihr HIER nachlesen.
Ich befürchte, dass es sich mal wieder um ein Ablenkungsmanöver handelt, das die bestehenden Verhältnisse - Benachteiligung der Familien gegenüber der industrialisierten Pflege - weiter zementieren wird. Wenn überhaupt etwas passiert. Oder kann sich momentan jemand vorstellen, dass die schwarz-gelbe Koalition überhaupt ein gesellschaftlich relevantes Gesetz auf den Weg bringen wird?
Ich befürchte, dass es sich mal wieder um ein Ablenkungsmanöver handelt, das die bestehenden Verhältnisse - Benachteiligung der Familien gegenüber der industrialisierten Pflege - weiter zementieren wird. Wenn überhaupt etwas passiert. Oder kann sich momentan jemand vorstellen, dass die schwarz-gelbe Koalition überhaupt ein gesellschaftlich relevantes Gesetz auf den Weg bringen wird?
Montag, 1. März 2010
Arnold Schnittger am Dienstag, 2.3. bei Markus Lanz
Am Dienstag, 2.3., 22.45 Uhr wird Arnold Schnittger in Markus Lanz' Sendung im ZDF zu Gast sein. Arnold hat einen behinderten Sohn, den er pflegt und auch er ist, in der Hoffnung die Aufmerksamkeit auf die vielfältigen Probleme in der Pflege zu Hause zu lenken, bei Wind und Wetter nach Berlin marschiert. Mit dabei hatte er den Rollstuhl seines Sohnes Nico.
Wir drücken Dir ganz fest die Daumen, Arnold. Wird schon schief gehen.
Unter www.nicosfarm.de und www.inwendig-warm.de erfährt man mehr über Arnolds Aktivitäten.
Wir drücken Dir ganz fest die Daumen, Arnold. Wird schon schief gehen.
Unter www.nicosfarm.de und www.inwendig-warm.de erfährt man mehr über Arnolds Aktivitäten.
Sonntag, 28. Februar 2010
Von Vorträgen, Österreich, der Bank und Tante Ilse
Am nächsten Dienstag, dem 2.3., 15.00 Uhr darf ich auf Einladung des Seniorenbüros Lahr in der Stadtmühle Lahr einen Vortag zum Thema "Armut durch Pflege" halten. Der Eintritt ist frei. Ich freue mich sehr über jeden, der kommt.
Ein Mitglied von "wir pflegen" hat mich auf den Vortrag "Pflegegeld Österreich" von Mag. Erwin Eiersebner aufmerksam gemacht. Ich möchte diesen Vortrag nicht weiter kommentieren, macht Euch doch bitte Euer eigenes Bild darüber, wie Pflege bei unseren Nachbarn organisiert wird. Ich möchte in diesem Zusammenhang lediglich an ein Zitat von Herrn Gesundheitsminister Dr. Philipp Rösler bei "Beckmann" erinnern, der sinngemäß betonte, dass bei der Pflege zu Hause "in der Tat auf die Ressourcen der Familien zurückgegriffen wird".
Das sieht man im Alpenland anders, neben manch anderem...
Diese Woche bekamen wir Post von der L-Bank. Wenn unser Haus bis zum 30.6. nicht verkauft ist bzw. der Verkauf nicht direkt bevorsteht, wird "unmittelbar die Zwangsversteigerung und Zwangsverwaltung des Hauses beantragt".
Noch ein Buchtipp: "Tante Ilse" von Simon Schwartz, erschienen im btb-Verlag, ist ein schmales, stilles Büchlein über das Altwerden in unserem Land.
Mutter und mir geht es gut. Wir können den Frühling kaum erwarten. Wir werden wieder mehr Zeit an der frischen Luft verbringen, froh über jeden Tag, an dem die Sonne scheint.
Ein Mitglied von "wir pflegen" hat mich auf den Vortrag "Pflegegeld Österreich" von Mag. Erwin Eiersebner aufmerksam gemacht. Ich möchte diesen Vortrag nicht weiter kommentieren, macht Euch doch bitte Euer eigenes Bild darüber, wie Pflege bei unseren Nachbarn organisiert wird. Ich möchte in diesem Zusammenhang lediglich an ein Zitat von Herrn Gesundheitsminister Dr. Philipp Rösler bei "Beckmann" erinnern, der sinngemäß betonte, dass bei der Pflege zu Hause "in der Tat auf die Ressourcen der Familien zurückgegriffen wird".
Das sieht man im Alpenland anders, neben manch anderem...
Diese Woche bekamen wir Post von der L-Bank. Wenn unser Haus bis zum 30.6. nicht verkauft ist bzw. der Verkauf nicht direkt bevorsteht, wird "unmittelbar die Zwangsversteigerung und Zwangsverwaltung des Hauses beantragt".
Noch ein Buchtipp: "Tante Ilse" von Simon Schwartz, erschienen im btb-Verlag, ist ein schmales, stilles Büchlein über das Altwerden in unserem Land.
Mutter und mir geht es gut. Wir können den Frühling kaum erwarten. Wir werden wieder mehr Zeit an der frischen Luft verbringen, froh über jeden Tag, an dem die Sonne scheint.
Dienstag, 9. Februar 2010
Am Samstag sendete 3sat um 17.00 Uhr im Rahmen der äußerst informativen Sendung "vivo- Wer pflegt mich?" ein wie wir finden sehr schönes Portät über Mutter und mich. Birgit Weber von 3sat/zdf ist eine unaufgeregte Momentaufnahme über unseren Alltag gelungen. Den Link zum Video hat Frank ja schon im Blog veröffentlicht.
Mutter und mir geht es gut. Wir haben die Aufregung der letzten Tage schadlos überstanden und freuen uns, wenn nun bei uns wieder etwas Ruhe einkehrt.Ich werde versuchen, alle Mails und Briefe, die ich in den letzten Tagen aus ganz Deutschland bekommen habe, so schnell wie möglich zu beantworten. Die Anteilnahme ist enorm, sowohl von Betroffenen, als auch von (Noch-)Nichtbetroffenen, die realisieren dass hier etwas schief läuft. Beide Fernsehsendungen, an denen ich teilnehmen durfte, "Beckmann" und "Nachtcafe´", hatten hervorragende Einschaltquoten, was beweist, dass unser Thema langsam in der Gesellschaft ankommt.
Bitte meldet Euch weiterhin und erzählt uns von Euren Erfahrungen in der Pflege.
Mutter und mir geht es gut. Wir haben die Aufregung der letzten Tage schadlos überstanden und freuen uns, wenn nun bei uns wieder etwas Ruhe einkehrt.Ich werde versuchen, alle Mails und Briefe, die ich in den letzten Tagen aus ganz Deutschland bekommen habe, so schnell wie möglich zu beantworten. Die Anteilnahme ist enorm, sowohl von Betroffenen, als auch von (Noch-)Nichtbetroffenen, die realisieren dass hier etwas schief läuft. Beide Fernsehsendungen, an denen ich teilnehmen durfte, "Beckmann" und "Nachtcafe´", hatten hervorragende Einschaltquoten, was beweist, dass unser Thema langsam in der Gesellschaft ankommt.
Bitte meldet Euch weiterhin und erzählt uns von Euren Erfahrungen in der Pflege.
Sonntag, 7. Februar 2010
Der Vivo-Beitrag in der 3sat Mediathek
Der Vivo-Beitrag vom Samstag ist nun in der 3sat Mediathek zu sehen zusammen mit weiteren Informationen auf der Webseite zur Sendung.
Mittwoch, 3. Februar 2010
Zitat des Tages: Peter Weiß (CDU), MdB
"Dass für einen Pflegeheimplatz mehr bezahlt wird (als für die häusliche Pflege), liegt am rundum betreuenden Fachpersonal, man wohnt dort und wird voll verpflegt, das ist wie ein voller Hotelservice, wenn man so will."Offenburger Tageblatt, 03. Februar 2010
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