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Freitag, 29. Januar 2010

Stefan bei Beckmann: Pflege vor dem Kollaps

Unter dem Motto "Pflege vor dem Kollaps – droht einer ganzen Generation die Altersarmut?" diskutieren am Montag um 23:00 Uhr bei Beckmann der Pflegeexperte Claus Fussek, die Altenpflegerinnen Stephanie Flähmig und Diana Feilhauer sowie Stefan über die Situation pflegebedürftiger Menschen in Deutschland.

Ausserdem wird Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler anwesend sein.
Ob dies wohl der Beginn einer konstruktiven Zusammenarbeit zwischen Pflegenden Angehörigen und dem Gesundheitsministerium sein wird, an dessen Ende - wie von Stefan in SWR 1 Leute angeboten - das "Du" steht?
"Du bist unschuldig wenn Du träumst", singt Tom Waits. So haben wir die Hoffnung, dass sich mit Herrn Rösler ein neuer Anfang in der Pflegepolitik gestalten lässt. Daumen drücken!

Zum Thema erschien heute ein Interview in der Badischen Zeitung.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hallo Stefan,

ich wünsche Dir viel Glück am kommenden Montag in Beckmanns Sendung wenn Du dem Bundesgesundheitsminister die "praktische" Lage zur Pflege zu Hause (an der Front) schilderst. Wünschenswert wäre natürlich ein gesetzlicher Eilbeschluß mit dem Ziel, daß Pflegegeld gleich Sachleistungen in Stufe III sind.
Ich drücke die Daumen !
Ulrike

Anonym hat gesagt…

Schade, daß die Diskussionsrunde nicht zur Prime Time, sondern erst so spät nachts läuft. Das schauen sich die wenigsten an.
Bitte ein Podcast hier einstellen.
Danke !

Joachim hat gesagt…

Hallo Anonym,
es gibt auch die Möglichkeit die Sendung bei der ARD im Internet einen Tag später in der Mediathek anzuschauen.
Gruß
Joachim

Anonym hat gesagt…

Hallo zusammen,
der Gedanke an mehr Pflegegeld bei Stufe III ist genial. Allerdings pflegen nur sehr wenige mit Stufe III zuhause, da die Belastung zu groß ist. Ein Pflegefall in häuslicher Umgebung läßt oft die Familie in die Brüche gehen, besonders dann, wenn noch Kinder im Hause sind. Bei den wenigen, die sich die Mühe machen und die Stufe III daheim selbst abwickeln, könnte der Staat und die Politik meines Erachtens die Höhe der Sachleistungen ausbezahlen.
Das wiederrum gefällt der Heimpolitik nicht, denn es gibt immer mehr freiwerdende Pflegeplätze. Falls es höheres Pflegegeld bei Stufe III gibt ist anzunehmen, dass die Begutachtungsrichtlinienfür die häusliche Pflege in Stufe III nochmals verschärft werden .... denn bei Stufe III wird ohnehin stationäre Pflege (Erfordernis professioneller Pflegekräfte) vorausgesetzt. Es gibt nur noch ganz wenige Fälle, in denen Stufe III in häuslicher Pflege (bei reinen Geldleistungen) anerkannt wird. Wenn man Kombipflege angibt eher noch. Warten wir es geduldig ab, sind optimistisch, auch wenn die endgültige Entscheidung hierfür bestimmt nicht vor der nächsten Reform (2012) gefällt wird. Ob wir dann davon noch profitieren .... also gut drauflos pflegen, dass der zu Pflegende die Reform überlebt.
Ich drücke die Daumen, zumal bei uns im weiteren Bekanntenkreis auch jemand in die häusliche Pflege eingebunden ist.
Gruß an alle,
Christina

Anonym hat gesagt…

@Christina
ich arbeite bei einem ambulanten Pflegedienst im Raum Karlsruhe.
Wir machen hier auch die Feststellung, daß auf dem Pflegeantrag bei "Kombinationspflege" der MDK eher gewillt ist, eine (höhere) Pflegestufe zu gewähren als bei "Geldleistungen".
Beantragte Kombileistung steht dafür, dass professionelles Pflegepersonal benötigt wird und dann glaubt man dem im Pflegeprotokoll angegebenen zeitlichen Hilfebedarf im Bereich Körperpflege, Ernährung und Mobilisation eher. Stärkere Minutenabstriche werden meistens bei Anträgen "nur Geldleistung" gemacht. Weil da das "Geld" in den Vordergrund rückt.
In der Tat, es ist etwas dran.
In jeder Buchhandlung bekomme ich die Richtlinien der Pflegebegutachtung. Wer sich als Pflegender hier gut einliest, hat die Möglichkeit, anhand der Diagnosen den pflegebegründeten Hilfebedarf exakt (zu kreieren) und auf Papier plausibel darzulegen. Das bringt natürlich bei der Begutachtung im häuslichen Bereich sehr viele Vorteile.
Sehr selten bekommt ein Patient in häuslicher Pflege sofort die Stufe II oder III. Auch aus spartechnischen Maßnahmen, selbst wenn mehrmals nächtlicher Hilfebedarf einwandfrei belegt wird, ist oft nur die Stufe I bewilligt.
Der Umkehrschluß zur Heimpflege liegt aber in einem Punkt auch auf der Seite cleverer Angehöriger:
Stufe III wird zu gern von den Heimen (erfolgreich) beantragt, da hier der höchste Gewinn eingefahren wird. Das Heim darf eine Begutachtung (insbesondere Höherstufung) nur in Absprache mit den Angehörigen (Betreuer) vornehmen. Also ich als Angehöriger würde niemals bei Pflege im Heim die Stufe III zahlen. Zwingen und Druck machen darf die Heimleitung nicht, den Patienten "rauswerfen" geht auch nicht. Also muß das Heim knurrend für Stufe II pflegen.
Beide Seiten - häusliche und stationäre Pflege - sind auf den ersten Blick schwer zu "durchschauen". Diejenigen, die clever sind, sich bei Eintritt der Pflegebedürftigkeit Rat bei einem Fachanwalt einholen, die werden die "Gewinner" sein. Der größte Fehler ist es sich auf die Beratung der Pflegekassen einzulassen. Auch da gehört vieles verbessert.
Hoffentlich wird nach dem Gespräch heute um 23.00 Uhr der Weg für eine bessere Pflege zu Hause und eine gerechte Entlohnung (wie von allen hier gefordert) frei.
Leni

Thomas Kerstan hat gesagt…

Stefan,
Du hast mächtig auf die Pauke gehauen!

Daumen hoch!

Mehr kann ich dazu nicht sagen,
ausser, man mal wieder gesehen hat, dass der liebe Minister, wahrscheinlich mehr einer Marionette gleicht, als dass er was zum wahrlich Positiven bewegen wird!

lieben Gruß Thomas

Anonym hat gesagt…

Ich denke, der liebe junge unbedarfte Herr Röseler macht sich mehr Gedanken über sich und seine Zukunft, als über die an ihn herangetragenen Probleme!
Wie schön, dass wir jetzt alle wissen, dass er mit 45 Jahren den "Beruf" des Politikers aufgeben wird! Thema verfehlt!
Jemand aus Köln