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Freitag, 29. Januar 2010

Stefan bei Beckmann: Pflege vor dem Kollaps

Unter dem Motto "Pflege vor dem Kollaps – droht einer ganzen Generation die Altersarmut?" diskutieren am Montag um 23:00 Uhr bei Beckmann der Pflegeexperte Claus Fussek, die Altenpflegerinnen Stephanie Flähmig und Diana Feilhauer sowie Stefan über die Situation pflegebedürftiger Menschen in Deutschland.

Ausserdem wird Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler anwesend sein.
Ob dies wohl der Beginn einer konstruktiven Zusammenarbeit zwischen Pflegenden Angehörigen und dem Gesundheitsministerium sein wird, an dessen Ende - wie von Stefan in SWR 1 Leute angeboten - das "Du" steht?
"Du bist unschuldig wenn Du träumst", singt Tom Waits. So haben wir die Hoffnung, dass sich mit Herrn Rösler ein neuer Anfang in der Pflegepolitik gestalten lässt. Daumen drücken!

Zum Thema erschien heute ein Interview in der Badischen Zeitung.

Dienstag, 26. Januar 2010

SWR1 Leute Beitrag als Podcast

Wer sich den SWR1 Leute Beitrag als MP3 anhören will, kann diesen hier herunterladen.

Dienstag, 12. Januar 2010

Interview in der Badischen Zeitung

Zunächst wünsche ich Euch allen ein gutes und vor allem gesundes neues Jahr.

Es scheint gut anzufangen, Presse und Medien haben weiterhin Interesse am Thema Pflege. So erschien heute in der Badischen Zeitung ein Interview mit mir.

Weitere Medientermine:
  • 22.01. 22:00 in Wieland Backes' Nachtcafé, SWR Fernsehen
  • 26.01. 10:00 - 12:00 in SWR 1 "Leute"
  • 06.02. 17:30 in "Vivo" auf 3sat
Wenn jetzt auch noch die Politik ein Einsehen mit uns Pflegenden Angehörigen hätte, dann wäre das schon toll. Unser Ziel für 2010 kann nur lauten: Kein Hartz IV für Pflegende Angehörige, die Schwerstpflegebedürftige versorgen. Deshalb braucht es dringend eine Angleichung des Pflegegeldes an die Pflegesachleistungen bei Pflegestufe 3. Dann müssten wir uns in Deutschland keine Sorgen mehr darüber machen, dass der Geldbeutel im Falle höchster Not darüber entscheidet, ob wir zu Hause gepflegt werden können.

Freitag, 1. Januar 2010

2010 - Das Jahr in dem Hartz IV zum Erfolg wird?

Wir schreiben nun das Agenda-Jahr 2010, dem Jahr in dem Europa der "wettbewerbsfähigste und dynamischste wissensbasierte Wirtschaftsraum der Welt" sein wird.

Seit 2003 arbeiten wir auf dieses Ziel hin, in Deutschland hilft dazu unter anderem das Arbeitslosengeld II. Dank dieses Instruments erhalten AlgII-Empfänger Bildungsgutscheine, persönliche Ansprechpartner bzw. "Fallmanager", oder auch "persönliche Hilfen, wie die ... häusliche Pflege von Angehörigen".

Das klingt doch hervorragend, warum aber gibt es dann so viele Klagen gegen Hartz IV?

Nun ist 2010 aber auch das "Europäische Jahr gegen Armut und soziale Ausgrenzung" - mit dessen Durchführung in Deutschland das Bundesministerium für Arbeit und Soziales beauftragt wurde.

Wie war das da hinten? Wer spricht hier von Bock und Gärtner...?

Dennoch wünsche ich allen ein gutes neues Jahr.

Samstag, 19. Dezember 2009

Hartz IV - Wenn Sterben unerschwinglich wird

„Mit der Aktion ‚Ich pflege, weil’ wollen wir mehr gesellschaftliche Anerkennung für die Pflegenden. Pflegeberufe sind Berufe mit Zukunft. Unsere Gesellschaft ist mehr denn je auf Menschen angewiesen, die sich der Kranken- und Altenpflege widmen oder dies in Zukunft tun wollen. Es soll deutlich werden, mit welchem Engagement die Pflegenden den Pflegebedürftigen ein Leben in Würde ermöglichen.“
Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt im September 2009

"Gesellschaftliche Anerkennung", "Ein Leben in Würde" - gewichtige Worte, die spätestens dann als leere Worthülsen entlarvt werden, wenn der mit dem Pflegenden eine "Lebensgemeinschaft" bildende Pflegebedürftige die Sterbeversicherung auflösen muss, weil diese zu viel Vermögen darstellt.

Als Stefan mir neulich das erzählt hat, konnte ich nur noch mit Fassunglosigkeit und Sarkasmus reagieren: "Stefan, richte Deiner Mutter aus, Sterben ist auf unabsehbare Zeit gestrichen, das könnt Ihr Euch jetzt nicht mehr leisten."

Und wenn es dann doch einmal so weit ist, dann wartet man nur noch auf die vorwurfsvollen Blicke des Bestattungsunternehmers, wenn man das günstigste Paket bucht. Oder noch besser der Spruch des entfernten Verwandten: "Hättet Ihr mal rechtzeitig eine Sterbeversicherung abgeschlossen".

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Nachtrag zum ERBa Fernsehbeitrag

Die Sendung kann man sich im Programmarchiv der Sendung "Himmel und Erde" von ERBa anschauen.

Stichwort für die Suche auf der Seite: "Armut durch Pflege"

Freitag, 20. November 2009

Fernsehbeitrag auf ERBa

Ab 21.11. wird auf verschiedenen Kabelsendern das Interview ausgestrahlt, das im ERBa-Studio Karlsruhe aufgezeichnet wurde. Zugegen war auch die Pressesprecherin der Diakonie Baden, Frau Schmidt. Das Thema der Sendung: Pflege macht pleite. Auf der Internetseite des Evangelischen Rundfunkdienstes Baden könnt Ihr die Sendezeiten nachlesen.

Ich habe den Beitrag selbst noch nicht gesehen und bin schon etwas gespannt, was der Schere zum Opfer gefallen ist und was nicht. Die Moderatorin hatte die Vorgabe von zehn Minuten, daraus wurden dann zwanzig und allen Beteiligten war klar, dass diese Zeit viel zu kurz ist. Gerade dann als es spannend wurde und man Lösungen andachte, war die Zeit auch schon nicht nur vorbei, sondern bereits weit überschritten. Ich hatte dennoch ein gutes Gefühl und hoffe, dass die Ausstrahlung weiter zur Sensibilisierung für das Thema beiträgt. Wir bleiben dran. Danke für's Anschauen!
Ihr hört von mir.